Marcels Koje (trocken nur mit Plastikplane unter dem Schlafsack), direkt neben den Werkzeugkisten
Montag, 9. Mai 2011
6.5. - 7.5.2011, Von Otranto nach Brindisi (1 Nachtfahrt)
In der Früh noch das Klüverprovisorium fertiggestellt
Marcels Koje (trocken nur mit Plastikplane unter dem Schlafsack), direkt neben den Werkzeugkisten
Adria-Küste bei Nacht und zunehmendem Mond
Marcels Koje (trocken nur mit Plastikplane unter dem Schlafsack), direkt neben den Werkzeugkisten
Donnerstag, 5. Mai 2011
5.5.2011 Otranto, Klüverstagreparatur
Da der Wind derzeit für uns ungünstig weht (5-6 aus Nordwest), um nach Brindisi zu fahren, bleiben wir noch einen Tag in Otranto und nutzen die Zeit, um (erraten) zu versuchen, die gebrochene Aluminiumkeep des Klüvers zu reparieren. Wir haben wieder einige italienische Mechaniker gefunden, die viele Ideen, aber keine wirkliche Lösung anbieten konnten bzw. uns Zeitpunkte angeboten, wann sie wiederkommen und die Reparatur vornehmen können, aufgetaucht ist jedoch zu den vereinbarten Zeiten keiner, telefonische Erreichbarkeit eher Null, sodass wir uns (ähnlich wie in Bonifacio) mit Bordmitteln und in einem Bootsbedarfgeschäft in der Nähe organisierten Teilen wieder selbst ans Werk machen
So sieht die Aluminiumschiene für die Aufnahme des Klüvers derzeit aus
Eine geniale Vorrichtung aus zwei Gewindestangen aus dem Bootsbedarf-Shop und einem an Bord befindlichen Holzbrettchen zum spannen des Vorstags, da die Aluschiene beim derzeit herrschenden Wind mit dem Stag auf und davon weht
Veit beißt sich durch die nicht mehr verwendbaren Aluminiunstücke durch, die wir durch ein Stahlrohr ersetzen werden, damit der Klüver wieder besser gesetzt werden kann (Reffen geht nach wie vor nicht, da uns noch ein paar Ersatzteile fehlen)
Abendstimmung im Hafen von Otranto
So sieht die Aluminiumschiene für die Aufnahme des Klüvers derzeit aus
Eine geniale Vorrichtung aus zwei Gewindestangen aus dem Bootsbedarf-Shop und einem an Bord befindlichen Holzbrettchen zum spannen des Vorstags, da die Aluschiene beim derzeit herrschenden Wind mit dem Stag auf und davon weht
Veit beißt sich durch die nicht mehr verwendbaren Aluminiunstücke durch, die wir durch ein Stahlrohr ersetzen werden, damit der Klüver wieder besser gesetzt werden kann (Reffen geht nach wie vor nicht, da uns noch ein paar Ersatzteile fehlen)
3.5. - 4.5.2011, Von Le Castella nach Otranto (1 Nachtfahrt)
Auf Grund dessen, dass der Wind in der Nacht zu viel nachgelassen hat, ist die Entscheidung gefallen, dass das Ziel Marano Lagunare nicht bis Ende der Woche erreicht werden kann. Da wir schon wieder zwei Nachtfahrten hinter uns haben, wird ein Zwischenstopp in Le Castella eingelegt und das Etappenziel Otranto für zwei Tage später geplant. Je nachdem, welcher Wind uns in der Adria erwartet und wie weit wir im Laufe der Woche kommen, werden wir das Schiff in einen Hafen an der italienischen Küste legen und zu einem späteren Zeitpunkt weiter nach Marano führen.
Der Schaden am Motor am zweiten Tag unserer Reise hat uns leider zu viel Zeit gekostet, da wir ihn nach der Reparatur erst nach und nach wieder für längere Zeiträume vorsichtig laufen ließen, und dann auch nur unter geringer Drehzahl. Mittlerweile verwenden wir ihn immer wieder, um Flauten zu überbrücken.
Ein weiterer wunderschöner Segeltag
Anstossen mit Prosecco auf zurückgelegte 1000 Seemeilen (davon 850 unter Segel)
Die Skipperkabine, eigentlich der Salon (die einzige Kabine, welche noch halbwegs trocken ist, dafür ist die Koje etwas kurz)
Zum ersten Mal wieder frische Socken
Für einen kurzen Moment ist uns der Gedanke gekommen, eventuell auch dieses Boot herzurichten
Die Burg und Altstadt von Otranto
Der Schaden am Motor am zweiten Tag unserer Reise hat uns leider zu viel Zeit gekostet, da wir ihn nach der Reparatur erst nach und nach wieder für längere Zeiträume vorsichtig laufen ließen, und dann auch nur unter geringer Drehzahl. Mittlerweile verwenden wir ihn immer wieder, um Flauten zu überbrücken.
Ein weiterer wunderschöner Segeltag
Veit wieder einmal mit Fachlektüre
Anstossen mit Prosecco auf zurückgelegte 1000 Seemeilen (davon 850 unter Segel)
Die Skipperkabine, eigentlich der Salon (die einzige Kabine, welche noch halbwegs trocken ist, dafür ist die Koje etwas kurz)
Zum ersten Mal wieder frische Socken
Der Hafen von Otranto
Die Burg und Altstadt von Otranto
Auf der Fahrt nach Otranto sind wir mehr als 3 Stunden unter Motor gefahren, wobei - wie an unserem zweiten Reisetag - ein plötzlicher Leistungsabfall auftrat. Dieses Mal war klar, woran es lag. Der Überlauf des sekundären Kühlkreislaufs (Meerwasser), welcher in die Backskiste im Heck geleitet ist, pumpt während des Motorbetriebs ständig Meerwasser in die Backskiste, von wo es durch die Öffnung für den Auspuffschlauch in die Bílge rinnt. Diese wird trotz eingeschalteter automatischer Bilgepumpe immer voller, sodass der Luftansaugstutzen des Motors in die Bilgensuppe ragt und somit Wasser ansaugt, was den Leistungsabfall und den Austritt von weißem Rauch aus dem Auspuff bewirkt. Als die selbe Situation (wie wir jetzt wissen) am zweiten Reisetag eintrat, war auf Grund des gleichzeitigen Überhitzens des Motors wegen des komplett ausgelaufenen Kühlmittels des Primärkreislaufs soviel Rauch und Dampf im Motorraum, dass die eigentliche Ursache des weißen Auspuffrauchs nicht erkennbar war. Wir nahmen (wie schon erwähnt) an, dass die Zylinderkopfdichtung beschädigt ist. Mittlerweile ist auch klar, warum sich im Laufe des Motorbetriebs der weiße Rauch immer weniger in den Auspuffgasen zeigte: Das angesaugte Wasser wurde nach und nach ausgestoßen, bis keines mehr in der Maschine vorhanden war.
Der Motor ist also mechanisch in Ordnung und kann ganz normal verwendet werden, lediglich die Elektrik hat durch die Hitze beim Kühlausfall gelitten, der Drehzahlmesser und die Öltemperaturanzeige sowie der Motorstundenzähler funktionieren nur noch sporadisch.
Diese späten Erkenntnisse hätten uns 2 Wochen vorher ermöglicht, unseren Zeitplan mit Leichtigkeit einzuhalten, wir waren jedoch gezwungen, auf Grund des Wissensstandes etwas vorsichtiger zu sein. Somit wird das Boot in Brindisi von Roland übernommen werden und weiter Richtung Marano gefahren.
Sonntag, 1. Mai 2011
30.4.- 2.5.2011, Von Lipari nach Le Castella (mit Durchfahrt durch die Straße von Messina), 2 Nachtfahrten
Den Samstagvormittag verbringen wir noch in Lipari, da gerade ein Tief über die Insel zieht
Video1 (AVI):
Video2 (AVI):
Video3 (AVI):
"Diese Geschirrhangerl sind eh sauber" (Aussage eines Crewmitglieds)
Schokokekse sind der wichtigste Energiespender für die Wache während der Nachtfahrten neben Espresso, Caffe corretto (con grappa o con pastis) und Zigarillos
Nach dem Ablegen von Lipari am frühen Nachmittag zeigt sich die Sonne in schönem Licht
Video4 (AVI):
Video5 (AVI):
Video6 (AVI):
Um 23:30 reißt das Band zum Strecken des Vorlieks am Segelhals des Klüvers und unmittelbar danach bricht die Aluminiumschiene des Klüver-Rollreffs mit der Keep zur Aufnahme des Klüvervorlieks am unteren Ende mit einem lauten Kracher, sodass der Klüver nur mehr geborgen oder gesetzt, aber nicht mehr gerefft werden kann. Da wir kurz darauf einen 6-7er Wind bekommen, heißt es bei (wieder einmal) strömendem Regen das Vorsegel einholen und die Fock setzen (welche allerdings über ein noch funktionierendes Rollreff verfügt).Etwas später am frühen Morgen bei der Einfahrt in die Straße von Messina ist diese aber wieder zu klein, da der Wind uns wieder etwas im Stich lässt.
Einfahrt in die Straße von Messina im Norden (sizilianische Küste)
Das Einfahrtsleuchtfeuer Messina (sizilianische Küste)
Merssina
Ausfahrt aus der Straße von Messina im Süden (italienische Stiefelspitze, Kalabrien)
Kalabrische Südküste
Video7 (AVI):
Video8 (AVI):
Video7 (AVI):
Video8 (AVI):
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